Perchten

Der Brauch:


Krampusse und Perchten sind Gestalten eines überlieferten Brauches aus heidnischer Zeit. Die Hochburg des Brauches liegt vor allem im Bereich des österreichischen Ostalpenraumes, genauer gesagt in den Bundesländern Salzburg, Kärnten, Tirol sowie im Salzkammergut. Seit der Jahrtausendwende breitet sich der Brauch immer weiter aus und findet heute auch im restlichen Österreich sowie in Bayern, Slowenien, Südtirol und Oberitalien immer größeren Zuspruch. Die Ursprünge der Krampus- und Perchtenläufe reichen jedoch über das Mittelalter bis ins Heidentum zurück. Damals hüllte man sich in Masken, im Glauben die bösen Geister des Winters vertreiben zu können. Im Land Salzburg förderten verschiedene Einflüsse das Wiederaufleben der Bräuche zwischen der Mitte des 19. und den Anfängen des 20. Jahrhunderts.

Krampus- und Perchtenläufe zählen zu den klassischen Einkehrbräuchen, es wird also von Haus zu Haus gezogen. Der Krampus begleitet den Nikolaus, der die braven Kinder mit Gaben beschenkt – er ist der Gegenpol, der die unartigen Kinder bestraft. „Der Brauch rührt vor allem vom Nikolausspiel. Zentral war hier das Streitgespräch zwischen ‚Luzifer’ und ‚St. Michael’ vor dem heiligen Nikolaus. Es war ein katholisches Lehrstück um die Notwendigkeit von Reue und Buße zu Erlangung der himmlischen Seeligkeit. Der Teufel allein verweigert diese Einsicht und bleibt für ewig in der Hölle angekettet.

 
Perchtenläufe bringen Glück:




Das Brauchtum der Perchtenläufe bezieht sich auf die Raunächte, in denen der Winter beziehungsweise die bösen Geister des Winters und das alte Jahr ausgetrieben werden sollen. Als Utensil zum Austreiben verwenden die Perchten eine Glocke. Bekommt man von Perchten Besuch, so ist das – im Gegensatz zum Krampusbesuch – also ein glücksbringendes Omen, auch wenn die Perchten ganz schön schaurig aussehen.